Kurantrag abgelehnt - Widerspruch: Warum es nicht das Ende der Welt ist

Nachdem man den Kurantrag bei der Krankenkasse eingereicht hat, wartet man natürlich sehnlichst auf eine positive Rückantwort des Kostenträgers.


Leider ist das nicht immer der Fall und statt der erhofften Kostenzusage landet dann eine Ablehnung im Briefkasten.


Wird dein Kurantrag abgelehnt, dann ist das aber noch lange nicht das Ende der Welt.

Ablehnung Kurantrag

Ablehnungen von Mutter - Vater - Kind - Kuren steigen stetig an

Was man definitiv bestätigen kann ist, dass der Trend der Ablehnungen der Kuranträge die letzten Jahre stetig zugenommen hat.

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf die Frage einer Partei im Bundestag hervorgeht, sind 2019 18,5 Prozent aller Kuranträge - immerhin 33 743 Anträge - abgelehnt worden.

Ein paar Jahre zuvor, im Jahr 2014, lag die Ablehnungsquote noch bei lediglich 11,7 Prozent.

Davon entmutigen lassen muss sich jedoch kein(e) AntragstellerIn, da diese Zahlen zwar den absoluten Wert aller Ablehnungen ausdrückt, jedoch nicht ins Detail geht, wie viele dieser Anträge von vornherein ohnehin zum Scheitern verurteilt gewesen wären (fehlende Kur-Voraussetzungen, vorzeitige Kuranträge, etc.).

Nicht immer Steckt hinter der Ablehnung des Kurantrags ein triftiger Grund

Zur Info: Eine Mutter-Kind-Kur ist gesetzlich verankert, d.h. es müssen umgangssprachlich gesagt schon „echte“ Ablehnungsgründe dahinterstecken. Diese müssen z.B. medizinischer Art oder in Form der Nichteinhaltung der Wartefrist von 4 Jahren sein, damit man den Zugang zu einer Mutter/ Vater-Kind Kur verweigern kann..

Ohne den Kassen etwas unterstellen oder ihnen den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, bedeutet das aus deren Sicht jedoch nicht, dass sie dies nicht trotzdem auch bei Vorliegen echter Gründe versuchen können oder auch werden. 

Bestimmt lässt sich so manch ein(e) AntragstellerIn davon abschrecken und nimmt die Ablehnung als gegeben hin. Aus gesundheitlicher Sicht für den/die AntragstellerIn sicherlich eher unschön, aus finanzieller Sicht für die Krankenkassen eine Option, die man schon einmal in Betracht ziehen kann.

Hier solltest Du aber erstmal Ruhe bewahren und Dich daran erinnern: solange KURBEDÜRFTIGKEIT besteht, stehen die Chancen auf eine Durchsetzung des Antrags mehr als gut.

Kurantrag abgelehnt - Widerspruch als Option

  • Solltest Du von Deiner Krankenkasse KEIN Ablehnungsschreiben bekommen, sondern lediglich einen Anruf mit der Bitte um Zurücknahme des Antrags erhalten, so lass' Dich nicht darauf ein, sondern fordere Deine Kasse zur Übersendung einer schriftlichen Ablehnung auf.
  • Hast Du einen schriftlichen Ablehnungsbescheid erhalten? Achte unbedingt auf die Frist zur Einhaltung eines Widerspruchs - meist ist das eine Frist von 4 Wochen.
  • Die Ablehnungsgründe könn(t)en vielfältig sein, sind aber meist doch wieder immer die gleichen. Während man bei einem Ablehnungsgrund wie „die ambulante Behandlung ist ausreichend“ in Zusammenspiel mit dem eigenen Arzt noch relativ gute Chancen hat, den Antrag doch noch „durchzuboxen“, wird es bei Gründen wie „keine medizinische Notwendigkeit vor Ablauf von 4 Jahren“ schon etwas kniffliger, die medizinische Notwendigkeit aussagekräftig und eindeutig darzustellen
  • Es ist von Vorteil, dass im Falle eines Widerspruchs auch Dein Arzt hinter Dir und Deiner Entscheidung steht. Widersprüche OHNE ärztlichen Beistand (also ohne weitere ärztliches Begründung) werden gerne aufgrund fehlender medizinischer Grundlagen abgewiesen.

Gerne helfen wir Dir im Falle einer Ablehnung, eine geeignete Lösung zu finden. Und das – wie gewohnt – für Dich völlig kostenfrei und auch wenn die Maßnahme nicht über uns beantragt wurde!

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