Gründe für eine Mutter Kind: Diese 12 Gründe sprechen definitiv für einen Kuraufenthalt

Täglich unser Bestes für die Familie, den Job oder den Freundeskreis zu geben, ist doch eigentlich genau das, was wir alle uns als Ziel setzen.

Doch was, wenn wir merken, daß wir „im Gegensatz zu früher“ immer schneller dabei überfordert sind? Daß wir uns ausgelaugt fühlen oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr in der Lage sind, irgendeine Leistung abzurufen?

Sicher, daß eine Mutter Kind Kur eine wichtige Hilfestellung sein kann, um uns wieder in die Spur zu bringen, haben wir alle schon einmal von unserem Arzt, unseren Freunden oder Bekannten gehört.

Aber nicht immer sehen wir unser Befinden als Grund für einen Kuraufenthalt an. „Geht es mir wirklich schon so schlecht? Ach, da sollen lieber erst diejenigen zur Kur fahren, die das dringend nötiger haben als ich“.


So sollten wir aber keinesfalls denken.

Im folgenden Artikel erfahren Sie deshalb genau diejenigen Gründe für eine Mutter Kind Kur, die bei unseren Kunden in den meisten Fällen dem Wunsch nach einer Kur zu Grunde liegen. 

Stress und Überforderung

Belastungsfaktoren sind individuell und sehr oft nicht messbar

Erst letztens durften wir ein witziges Arztgespräch führen, in dem uns der Arzt fragte:“Was soll ich denn in das Attest reinschreiben? Dieser Frau fehlt doch nichts? Und von ihren Problemchen kann sie sich doch nicht derart überfordert fühlen?“.

Doch kann sie. Was uns in welchem Ausmaß belastet, ist leider von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Entsprechend ist auch eine Pau­scha­li­sie­rung nicht möglich und ein „die will doch nur Urlaub auf Krankenkassenkosten“ an dieser Stelle völlig unnötig.

Dem Arzt mitzugeben, daß jeder, der belastende Lebensumstände nachweisen kann und in der Erziehungsverantwortung steht, auch ein Anrecht auf eine Mutter Kind Kur hat (natürlich auch Väter), war an dieser Stelle Gott sei Dank nicht notwendig.

Hätte andererseits aber auch nicht viel gebracht. Warum? Die „belastenden Lebensumstände“ können zwar in der Summe addiert werden, sind aber von der Intensität her - zumindest wenn es sich um psychische Belastungen handelt - auf keiner Skala meßbar und rein subjektiv.

Unser Tipp:

Falls jetzt jemand das Gefühl hat, am besten gleich 10 verschiedene belastende Faktoren nachweisen zu müssen, den kann ich beruhigen.

Viel wichtiger ist es, einen verständnisvollen Arzt zur Seite zu haben, der versteht wie man sich fühlt und das auch entsprechend zu Papier bringen kann. Dann müssen es auch nicht 10 Faktoren sein, die der Grund für eine Mutter Kind Kur sind, sondern nur 2 oder 3.

Interessant ist im Zusammenhang mit den Kur Gründen folgendes Diagramm

Belastungsfaktoren Mutter Kind Kur

Die Zahlen stammen aus dem Bericht von 2016 vom Müttergenesungswerk und zeigen deutlich, daß bei den Eingangsdiagnosen bei Mutter Kind Kuren psychische Belastungsfaktoren mit fast 90% weit vor allen anderen Belastungsfaktoren stehen.

Hier waren Doppelnennungen möglich, d.h. jemand der Atemwegsprobleme angegeben hatte, konnte gleichzeitig auch eine psychische Störung aufweisen.


"Wer körperlich erschöpft ist, wird sich zwangsläufig auch geistig nicht gut fühlen" ist ein wahre und vor allem in Bezug auf Kuren sehr häufig gemachte Aussage.


Wie sehr das zutrifft, verdeutlicht folgende Aussage einer unserer Kundinnen:

„…Ich bin erschöpft und ständig müde. Wenn meine Freunde mit mir etwas machen möchten, muss ich mich mehr dazu zwingen, als daß ich Freude dazu verspüren würde.


Alleine komme ich erst gar nicht auf die Idee dazu.


Hinzu kommen die ständigen (Rücken-)Schmerzen, als würde ich jeden Tag schwer körperlich schuften müssen.

Mein Kind schläft dummerweise in der Nacht fast nie durch, ist stundenlang wach und hört das weinen nur auf, wenn ich sie herumtrage.

Auf Hilfe kann ich auch nicht hoffen. Mein Mann muss für unser Einkommen sorgen und unsere Familien wohnen weit weg.“

Falls sich das vertraut anhört: Du bist nicht allein!


Irgendwie ist es das Problem unserer Zeit überfordert zu sein, weil man sich im Dienste der Familie komplett aufgibt oder weil man mit der Doppelbelastung aus Job und Familie nicht klarkommt.

Das Thema psychische Belastung ist natürlich immer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es ist die Summe des Ganzen, welche uns letztendlich so richtig runterzieht. 


In seine Einzelteile zerlegt, ergeben sich nachfolgende Belastungsfaktoren, welche die Mutter Kind Kur Statistiken anführen.

Die 12 meistgenannten Gründe für eine Mutter Kind Kur

  1. Risikofaktoren wie Krankheiten, Dauer-Stress und Bewegungsmangel
  2. Die familiäre Situation: Man steckt mitten in Beziehungsschwierigkeiten, muss eine Trennung verarbeiten, ist plötzlich Alleinerziehend oder leidet unter fehlender Anerkennung. Krankheiten in der Familie, Kinderreichtum, Pflegekinder)
  3. Das Arbeitsleben: Sehr viele Menschen sind unglücklich in ihrem Job, fühlen sich vom Job allein oder der Doppelbelastung mit Job & Familie überfordert oder trauen sich die Arbeitsstelle aus Angst um ihre Existenz nicht aufgeben/wechseln.
  4. Arbeitslosigkeit
  5. Überforderung durch täglichen Zeitdruck & Stress, welche oftmals durch die fehlende Unterstützung seitens der Familie oder Kollegen noch verschlimmert wird
  6. Finanzielle Situation, die richtig belastend wird, wenn man ständig wenig oder nicht mehr ausreichend finanzielle Mittel zur Sicherung der Existenz zur Verfügung hat. Auch kurzfristige Notlagen können sich sehr negativ auf die Psyche auswirken
  7. Ernährung, vor allem wenn erhebliche Gewichtsprobleme und besondere Kostformen damit einhergehen
  8. Erziehungsschwierigkeiten, hervorgerufen durch Unwissenheit, mangelnder Kompetenz oder beeinflusst durch bereits genannte Faktoren
  9. Pflege von Familienangehörigen
  10. Das soziale Umfeld, vor allem wenn man sich durch andere Belastungsfaktoren selbst in „soziale Isolation“ begibt
  11. Suchtprobleme, im Sinne von übermäßigem Alkohol-, Nikotin- oder Medikamentenkonsum
  12. diesen Punkt heben wir uns noch kurz auf

Im schlechtesten Fall bilden diese Gründe eine Abwärtsspirale, aus der man sich umso weniger selbst befreien kann, je tiefer man hineingesogen wird. 

Welche Gründe davon hervorstechen

Auch hierzu hat das Müttergenesungswerk 2016 Zahlen veröffentlicht.

psychische Belastungen Mutter Kind Kur

Die Hauptbelastungen und damit meistgenannten Mutter Kind Kur Gründe waren (und sind immer noch) „ständiger Zeitdruck“ und “berufliche Belastung“.

Irgendwie erschreckend, daß nicht irgendwelche selten auftretenden Gründe ausschlaggebend für eine Mutter Kind Kur sind, sondern es die jedem von uns bekannten und eigentlich „alltäglichen“ Faktoren „Zeitdruck & berufliche Belastung“ sind, welche uns am meisten belasten.


Umso wichtiger ist es ist es, frühzeitig Warnsignale ernst zu nehmen und sich entsprechende Hilfe zu holen.


Wie wir uns selber besser gegen Stress wappnen können, beschreiben wir im Artikel: WIE DU DIR SCHON VOR DER KUR STRATEGIEN ANEIGNEST, UM BESSER MIT STRESS KLARZUKOMMEN

Unser Fazit:

Vieles von dem was wir hier aufgezählt haben, sind Gründe, nach denen sich ihr Arzt mit Sicherheit erkundigen wird. Diese finden sich auch als Fragen im Selbstauskunftsbogen wieder und sind gleichzeitig auch Voraussetzungen einer Mutter Kind Kur.

Ungeachtet dessen - und hier kommt eigene Meinung ins Spiel - sollte der Hauptgrund, also Grund Nummer 12, von uns allen jedoch vordergründig folgender sein:

„Weil wir oder unser Kind uns es wert sind!“

Weil wir für uns oder unser Kind entschieden haben, daß wir uns bewusst 21 Tage aus dem Spiel nehmen, den Alltag so weit wie möglich hinter uns lassen und den Fokus ganz auf uns legen.

Nicht weil wir davon ausgehen, daß wir komplett runderneuert von der Kur nach Hause kommen.
So naiv sind wir nun wirklich nicht!

Wir wissen doch alle daß uns neben Partner, Goldfisch, Katze & Hund zu Hause höchstwahrscheinlich immer noch die gleichen Probleme erwarten, die wir bei Kurantritt vermeintlich hinter uns gelassen haben.

Sondern weil wir, sofern wir das Potential der Mutter Kind Kur für uns nutzen konnten, unseren Akku mal wieder so richtig aufgeladen und uns Techniken angeeignet haben, wie wir unseren Problemen erhobenen Hauptes entgegentreten können.

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