Du musst nicht bereit sein, wenn du vorbereitet bist

Erst vor kurzem hat mich eine Kundin im Rahmen der erkennen&anwenden Posts darauf angesprochen, daß sie sich nicht bereit für viele Dinge in ihrem Leben fühlt.

Das fängt bereits bei kleinen Veränderungen in ihrem Familienalltag an und hört bei der Überlegung, den Job zu wechseln, auf.

Dabei geht es letztendlich gar nicht so sehr darum BEREIT zu sein, sondern vielmehr darum, VORBEREITET zu sein.

Im folgenden Artikel erfährst du den Unterschied zwischen „bereit sein“ und „vorbereitet sein“ und was das Ganze mit deiner Komfortzone zu tun hat.


Legen wir los!

Komfortzone

Die Sache mit der Komfortzone

Wie oft ist dir das eventuell schon passiert?


Du nimmst lieber eine umständliche Variante in Kauf, nur um es so machen zu können, wie du es schon immer getan hast?

Wie oft wollte ich meiner Frau z.B. schon Shortcuts auf der Tastatur erklären, um schneller auf dem PC arbeiten zu können.

Vergeblich!

Schaut man sich die Definition laut Wikipedia an, ist das aber auch kein Wunder.

„Eine Komfortzone ist der durch Gewohnheiten definierte Bereich eines Menschen, in dem er sich wohl und sicher fühlt und es ihm deswegen leicht fällt, mit der Umwelt zu interagieren.“

Wieso sollte sie sich also Shortcuts anlernen? Sie fühlt sich wohl dabei es auf ihre Art zu machen, obwohl sie weiß, daß es langsamer ist.

Außerdem müsste sie ja ihre Komfortzone verlassen, wenn sie sich auf meine Methode einlassen würde.

Mit Sicherheit würde das erst einmal Unwohlsein und Stress nach sich ziehen, obwohl sie wüsste, daß sie letztendlich dadurch schneller wäre.

Wie im Fall meiner Eingangs genannten Kundin funktioniert das mit der Komfortzone leider auch im negativen Fall.

Obwohl sie sich nicht vollkommen wohl in ihrer Situation fühlt, bleibt sie trotzdem lieber in ihrem aktuellen Zustand. Das Gefühl "wenigstens zu wissen wie es abläuft" gibt ihr mehr Sicherheit, als den durch Gewohnheiten definierte Bereich zu verlassen.

Dabei trägt das Verlassen der eigenen Komfortzone wesentlich zur persönlichen Entwicklung bei. Es ist sogar eine Voraussetzung und ein Wegbereiter für den persönlichen Erfolg.

Das führt uns sogleich zum nächsten Punkt:

bereit für etwas sein

Bereit kann man nur für etwas sein, das innerhalb seiner Komfortzone liegt. Bei solchen Dingen weiß man genau was auf einen zukommt und wird zudem selten überrascht.

Bei Sachen, die außerhalb der eigenen Komfortzone liegen, wird man sich mental und gefühlsmäßig eher weniger bereit fühlen.

Ein Überschreiten dieser Grenze verursacht oft ein mulmiges Gefühl, weil man das gewohnte Umfeld verlässt.

Ich denke da z.B. an Lampenfieber vor einer Rede oder den kurzen Anflug von Panik, wenn innerhalb der Familie etwas außertourlich passiert.

Aber merkst du den Fehler an der Geschichte?

Meine Kundin wird so kaum jemals irgendetwas in ihrem Leben ändern können.

Etwas zu ändern bedeutet, etwas anders zu machen als zuvor.
Etwas anders zu machen als zuvor bedeutet, die eigene Komfortzone zu verlassen.
Die eigene Komfortzone zu verlassen bedeutet, sich nicht bereit für etwas zu fühlen.
Sich nicht bereit für etwas zu fühlen bedeutet, nichts zu ändern.

Und schon stehen wir wieder am Anfang der Geschichte.

Außer wir legen den Fokus auf etwas anderes:

Arbeite daran „vorbereitet zu sein“

Also was ist eigentlich der Unterschied zwischen „bereit sein“ und „vorbereitet sein“?

Bereit sein bedeutet wie oben beschrieben: du fühlst dich mental und gefühlsmäßig „bereit“. Das wirst du aber kaum, wenn du deine Komfortzone verlassen musst.

Vorbereitet zu sein bedeutet, du hast alles unternommen, um bestmöglich auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Hier ein paar Beispiele:

- du hast Probleme mit der Zeiteinteilung bzw. damit, Zeit für dich selber innerhalb des Familienlebens zu finden? Du fühlst dich oft nicht bereit für das Tohuwabohu im Familienalltag? Dann kannst du dich mit einem System wie erkennen&anwenden darauf vorbereiten

Vorteil "vorbereitet sein" vs. "bereit sein": Du wirst trotzdem Zeitdruck und Stress spüren, aber du weißt jederzeit, was die nächsten Schritte sind, um bestmöglich damit umzugehen.

- du musst eine Rede vor deinen Arbeitskollegen halten? Dann kannst du dich darauf vorbereiten, indem du öfter vor deinen Freunden einen Vortrag hältst

Vorteil "vorbereitet sein" vs. "bereit sein": Du wirst trotzdem Lampenfieber haben und dich nicht bereit fühlen. Aber dennoch wirst du eine großartige Rede halten, bei der dich nichts aus der Fassung bringen kann.

- Du willst den Job wechseln, bist dir aber nicht sicher ob du schon bereit dazu bist? Du kannst eventuell an den Wochenenden in andere Tätigkeitsfelder hineinschnuppern

Vorteil "vorbereitet sein" vs. "bereit sein": Dir nimmt immer noch keiner die Entscheidung ab. Aber du wirst genau wissen, auf was du dich einlässt, wenn du deinen alten Job hinter dir lässt.

Für meine Kundin war das ein ganz neuer Ansatz. Ihre ganzen Selbstzweifel wurden damit überflüssig. 


Sie muss nicht danach streben, endlich bereit für etwas Bestimmtes zu sein. Sie kann sich vielmehr Systeme schaffen, durch die sie besser auf einzelne Bereiche ihres Lebens vorbereitet ist.

Eine kleine Abschlussübung für dich

Hier sind 3 kleine Fragen für DICH:

1. Für welche 2-3 Dinge in deinem Leben fühlst du dich aktuell nicht bereit?
Das kann ein Verlassen deiner Komfortzone sein aber auch große Dinge, wie z.B. ein Jobwechsel, Heirat, etc.

Nimm eine deiner Antworten für Frage 2.
Nimm einfach jene, an der du momentan am meisten arbeiten möchtest.

2. Was ist ein Schritt, den du unternehmen kannst, um dich darauf vorzubereiten?

Falls du z.B. Probleme mit deinem Zeitmanagement hast, fang an, dir Klarheit über deine Bedürfnisse zu verschaffen. Oder wenn es ein größeres Lebensereignis ist: Evtl. kannst du mit jemandem reden, der schon Ähnliches durchgemacht hat und dir Tipps geben kann.

3. Unternimm den ersten Schritt um dich vorzubereiten - WAS kannst du JETZT tun?

Alles was du dir vornimmst und nicht innerhalb von 72 Std. anfängst, fängst du mit hoher Wahrscheinlichkeit NIE an.

- Willst du dir Klarheit über deine Bedürfnisse verschaffen? Beantworte die Fragen in meinem Blogartikel über Klarheit.

- Willst du eine(n) FreundIn über seine/ihre Expertise zu einem bestimmten Thema fragen? Dann schreib heute noch eine mail oder sms.


Egal was du dir vorgenommen hast, FANG DAMIT AN!

jetzt bist du gefragt

Ich würde liebend gern deine Meinung zu dem Thema hören!

Wie du herausfinden kannst

 

  • "welche Dinge dir wirklich wichtig sind" und welche Ziele du dir setzen sollst
  • wie du deine Aufgaben einteilst, die dich im Leben weiterbringen und deine Ziele erreichen lassen
  • und welche Tools du verwenden kannst, um aktiv deinen Alltag zu bestimmen erfährst du in unserem...

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